Unsere Hilfsprojekte

Die Shree Panauti Lower Secondary School unterrichtet derzeit fast 200 Schülerinnen und Schüler. Fast alle kommen aus einfachen bis sehr armen Familien, haben nur noch ein Elternteil oder sind Waisenkinder, die bei Verwandten unterkommen konnten. Bei Beginn des Kennenlernens der Schule haben wir zum Principal Laxmi Krishna Tamrakar Kontakt aufgenommen, uns bei einem Besuch die Schule zeigen lassen und natürlich nachgefragt, welche Schülerinnen und Schüler er derzeit für unser „Patenschaftprojekt“ vorschlagen würde. Ganz spontan bekamen wir zur Antwort „ALLE“. Einige Tage später bekamen wir einen Anruf, dass die bedürftigsten Kinder ausgesucht wären, er und sein Schulteam sehr glücklich wären, wenn wir die Finanzierung übernehmen könnten. 

Wir haben Patenschaften für fünf Kinder übernommen und hofften natürlich, da die Armut so offensichtlich ist, dass es noch mehr werden.


Wir bezahlen derzeit für die Kinder je zwei Schuluniformen, Hefte, Schreib- und Unterrichtsmaterial. Ohne dies wäre eine normale Teilnahme am Unterricht nicht möglich, aber weder Eltern noch Verwandten der Kinder verfügen über finanzielle Mittel dies zu finanzieren!

I. Eine Schule in der Kleinstadt Panauti

Erstmals haben wir im Jahre 2012 zusammen mit Förderern unseres Hilfsvereines die Shree Panauti Lower Secondary School besucht. Wir waren angetan von der Freude der Kinder und des Lehrpersonals, hier ist besonders der Lehrer Rajan Karmacharya zu erwähnen. Mit großen Engagement wollen sie diese Schule, in der vorwiegend Kinder aus einfachsten familiären Verhältnissen unterrichtet werden, zu einer Bildungstätte machen, die sich um weit mehr, als den Unterricht kümmert.

Nach jährlichen Besuchen haben wir weitere Patenschaften übernommen.

16 bedürftige Kinder erhalten jeweils für ein Jahr das benötigte Lehrmaterial und die Schuluniform.

Durch unseren persönlichen Kontakt mit Madhav Shrestha, unserem 2.Vorsitzenden von Wir fuer Nepali – Hami nepali ko lagee e.V. , und den zweimal jährlich stattfindenden Reisen unserer Vereinsmitglieder nach Nepal (stets auf eigene Kosten), haben wir immer Überblick und Kontrolle über die verwendeten Spendengelder!

Dezember 2016 

Nachhilfeuntericht

So schnell war Hilfe möglich! Mit Ihren Spendengeldern konnten wir dem Anliegen, welches am 01. November 2016 an uns herangetragen wurde, gerecht werden. Dringend wurde um die Finanzierung von zwei Nachhilfelehrern gebeten. Lernschwache Schüler und Schülerinnen blieben aus Scham dem Unterrricht fern. 


Schnell waren eine junge Mutter (Englischlehrerin, das Baby ist mit dabei) und ein Junglehrer gefunden, die nach dem regulären Unterricht Nachhilfe erteilen.

Für umgerechnet etwa 360 EUR erteilt eine Lehrkraft ein ganzes Jahr Nachhilfeunterricht. 

III. Schulspeiseprojekt Shree Panauti Lower Secondary School

Der Schulleiter und seine Mitarbeiter versuchen den Ihren anvertrauten Schülern einen guten Start ins Leben zu ermöglichen. Ohne finanzielle Unterstützung von Aussen erscheint dies fast ausweglos. So sind sie immer auf der Suche nach Sponsoren und Spendern. Mit Ihrem Hilfsprogramm versuchen sie Spender zu finden, welche die Kosten der Speisung für eine je eine Klasse übernehmen. 

Projektbeschreibung

  • Die Kinder wurden auch auf einmal zur Schule geschickt, weil es dort Essen gab. Sie lernten noch eifriger, konnten sich besser konzentrieren, hatten noch mehr Freude. Die Köchinnen hatten Arbeit. Die Schulspeisung bedeutete eine Menge und es gab immer noch die unversorgten Klassen 5 – 8 an der Schule. 
  • Wir wurden bei jedem Besuch gefragt, ob es nicht möglich sei, dass auch diese Kinder an der Schulspeisung teilnehmen können. Das trauten wir uns nicht alleine. Wir wollen nachhaltige Projekte  unterstützen.

Wir haben es mit Ihren Spenden geschafft! Die Schulspeisung  gesichert! Für alle Schüler und Schülerinnen kann nun jeden Tag eine Mahlzeit serviert werden. Bitte bedenken Sie, dass viele Kinder jeden Morgen ohne Essen zur Schule kommen.

Wir finanzieren nun seit März 2018 für über 200 Schulkinder eine Mahlzeit täglich. Ein großes Dankeschön der Georg-Kraus-Stiftung für die dreijährige Finanzspritze.

Bitte helfen Sie weiter mit Ihrer Spende! Wir möchten diese Hilfe für viele Jahre aufrecht erhalten.

Wenn Sie diese Bilder betrachten, denken Sie nicht, oh wie einfach und schmutzig. Mit Ihrer Hilfe war es möglich jedem Schulkind einen kleinen Start ins Leben zu ermöglichen. Unsere europäischen Maßstäbe müssen wir bei dieser Nothilfe ganz vergessen!

IV. Schuluniformen

Seit vielen Jahren finanzieren wir für ausgesuchte Kinder ihre Schuluniformen und das Unterrichtsmaterial.

Wir haben unseren Patenkindern der Shree Panauti Lower Secondary School ihre neuen Schuluniformen, den Schulrucksack und das Unterrichtsmaterial, auf Wunsch unseres engagierten Lehrers Rajan Karmacharya persönlich überreicht. Er versucht immer, zumindest ein Elternteil oder bei Waisen andere Verwandte der Schüler/innen, zur Teilnahme zu animieren. 

Die Kinder kommen aus sehr schwierigen familären Verhältnissen mit wenig sozialen Kontakten. Aber an diesen Tagen war eine gute Stimmung und die Freude groß.

V. Unsere „Patenschaften“

Im Frühjahr 2018 haben wir weitere fünf Patenkinder in unsere Förderung aufgenommen. Die einzelnen Schicksale machen immer wieder sehr betroffen. Jedoch hören wir immer, dass alleinerziehende Mütter nicht für ihre Kinder Sorgen können. Männer verlassen ihre Familie, sterben bei einem Unfall oder verschwinden ins Ausland zum Arbeiten und kehren nie zurück. Diese Mütter leben häufig in einem Bergdorf, keine Schulbildung und müssen versuchen sich und ihre Kinder irgendwie mit Essen und einer bezahlbaren Schlafstelle am Leben zu erhalten. Es reicht meist nur für das Allernötigste. An Ausgaben wie Schulbücher, Schulgeld und Kleidung ist hier gar nicht zu denken.

So schwer die Trennung auch fällt hören wir stets die Bitte: „Meinen Kindern soll es besser gehen!. Bitte gebt Ihnen eine Chance auf Bildung in einem Internat in Kathmandu oder Pokhara.“ Auch der Vorschlag, die Mutter mit in die Stadt zu nehmen, ein Zimmer zu finanzieren, um mit ihren Kindern weiter zusammen leben zu können, damit diese täglich zur Schule gehen können, ist nicht umsetzbar.“ Ich kann nur bei der Feldarbeit helfen im Dorf, kann nicht die selbe Sprache, wie in der Stadt, was soll ich dort tun?“ So spricht eine Frau aus einem Dorf.